Geschichte

Bereits im 17 Jahrhundert erkannte ein Italienischer Forscher, dass sich die Hirnhäute rhythmisch bewegen und die Hirnflüssigkeit über die Nerven in peripheren Bereiche des Körpers transportieren.

Der craniosacrale Ansatz hat seinen Ursprung in der Osteopathie bei Dr. Taylor Still (1828-1917), einem Landwirt und Arzt. Hilflos sah er mit an wie seine Frau und seine vier Kinder innerhalb kurzer Zeit verstarben und somit begann seine Suche nach einem neuen Verständnis für Gesundheit, Krankheit und Heilkunde - dies waren die Grundzüge der Osteopathie.

Der Gründer der craniosacralen Körperarbeit war Dr. Wiliam Garner Sutherland (1873-1954) ein Schüler von Dr. Taylor Still.

Dr. Sutherland stellte in langzeitlichen Selbst- und Patientenversuchen fest, dass sich die Nähte und das Gewebsmaterial zwischen den einzelnen Schädelknochen in feinen Bewegungen verschieben können. Mit verschiedenen Experimenten, in denen er sich spezielle Konstruktionen auf den Kopf setzte, stellte er unter Beweis, dass die Einengung der Schädelnähte die menschliche Gesundheit beeinträchtigt.

Das Gehirn produziert Rückenmarksflüssigkeit, die unser Gehirn und Rückenmark umspült. Dies ist im gesamten Körper spürbar.

Dieses „Spüren“ wurde von Dr.W.G.Sutherland sehr poetisch "Breath of Life (Atem des Lebens)" genannt.

Er entdeckte, dass der craniosacral Rhythmus (Breath of Life) in seiner Qualität ausschlaggebend ist für die Vitalität im Körper.

"Breath of Life"

Das Ausdrucks- und Kraftpotenzial des „Breath of Life“, wirkt in jedem Menschen als „Potency“ und versinnbildlichte für Dr. Sutherland die „göttliche Intelligenz des Lebens selbst“.

Er war überzeugt davon, dass wir Menschen eine innewohnende Kraft besitzen, die uns korrigieren und heilen kann. Im folgenden Zitat wird das deutlich:

„Erlaube der inneren physiologischen Funktion, ihre unfehlbare Potenz zu manifestieren, statt blinde Kraft von außen anzuwenden“.

Dies wurde auch einige Jahre später bewiesen.

Dr. Sutherland erkannte, dass die Einschränkung dieser inneren Atembewegung verschiedene Beschwerden hervorrufen kann- ähnlich wie dies auch bei traumatischen Ereignissen vorkommt.

Heute weiß man, dass der craniosacrale Rhythmus im cranialem System in einer natürlichen inneren rhythmischen „Atembewegung“ schon beim Embryo pulsiert und bis zu unserem Ende andauert.

Schüler von Dr. Sutherland, vor allem Dr. John E. Upledger, ist es heut zu verdanken, dass die craniosacrale Körperbehandlung so erfolgreich  verbreitet wurde und nun einer breiten Öffentlichkeit ist.